Glossar der Ethnomedizin

Das hier wiedergegebene Glossar gliedert sich nicht in die einzelnen Kulturkreise, sondern gibt alle von uns bearbeiteten Begriffe zum Thema Ethnomedizin wieder. Wir erheben kein Anspruch auf Vollständigkeit, ausserdem kann aus rechtlichen Gründen keine Gewährleistung für uneingeschränkte Gültigkeit gegeben werden.

Bitte beachten Sie, dass die meisten Begriffe in diesem Glossar aus Sprachen und Kulturkreisen stammen, in denen andere Alphabete gebräuchlich sind; die Übertragung ins lateinische Alphabet der westlichen Welt führt unter Umständen zu einer leicht veränderten Schreibweise, als in anderern Quellen angegeben.

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A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z

A


Aap: Wasser als Element

Abhyanga: Salbungs- und Ölmassage

Acara: Fortleitungsregel, gute Leitfähigkeit

Agantuka: von aussen einwirkend, fremd

Agni: Feuer, Hitze, Licht; wird analog zum Zellmetabolismus gebraucht

Ahamkara: Eigenschaftsmuster einer Person; Egoismus, Stolz, Egozentrik

Ahara: Zugeführte Nahrung, die gut in den Körper übergeht, Chymus

Ahara rasa: Nahrungssäfte, Flüssignahrung oder Essenzen aus Nahrungsmitteln; Nährmedium

Ajasrika: Aktivität, die belebend und gesundheitsfördernd wirkt

Ajirna: Verdauungsstörung, Magenverstimmung

Ajna chakra: Zentrum des Geistes, der Befehle; Drittes Auge

Akasa: offener Raum, Äther, Kosmos, Atmosphäre oder Klima

Akriti: Physische Erscheinung oder äusseres Erscheinungsbild

Alabu: Gefäss aus einem getrockneten Kürbis

Alambusu nadi: Toga nadi; Kanal, Verbindung

Alocaka pitta: Form einer Pitta Vision, geht der Erkenntnis voraus

Ama: ungekocht, roh, unverdaut, nicht verstoffwechselt, giftiges oder unverdauliches Material nicht zersetzbarer Kost; auch geistiges Ama in Form negativer Gedanken und Stimmungen 

Amala (Amaliki): Heilkraut im Ayurveda, Emblica officinalis bzw. E. myrobalan

Amavata: Krankheit, die durch Ama und Vata verursacht wird, Arthritis

Amla: Saurer Geschmack

Anjana: Schwarzer Farbstoff, der um die Augen (Lider) aufgetragen wird

Anna: Nahrung

Annamaya kosha: Körper

Anna-vaha srotas: Transportkanäle der Nahrung, Verdauungstrakt

Anupana: Flüssiges Lösungsmittel für Medizin; Getränk, das nach oder vor Medikamenten konsumiert wird; Getränk nach dem Essen

Anurasa: Ein Sekundärgeschmack (beispielsweise leichte Süsse in einer primär sauren Frucht); untergeordnete Sinnesempfindung

Anuvasana (Basti): Enema, das mit einer öligen Substanz verabreicht wird

Apa: Wasser (als ein Element)

Apana: eine der fünf Variationen von vata, die cranial-caudal (vom Kopf abwärts) verlauft und für Absonderungen wie Fäkalien oder Menstruationsblut verantwortlich ist.

Apana vayu: Abwärts (cranial-caudal) verlaufende vayu

Aparadha: Fehler, Sünde, Verfehlung

Apara-ojas: die weniger bedeutendere der beiden Körperflüssigkeiten, die Lebenskraft darstellen (ojas)

Ardhavabhedaka: eine Art Migräneanfall, der die Hälfte des Schädels beeinträchtigt

Arishta: Ein Symptom, das auf einen nahenden Tod hinweist

Arsha: heilig, geweiht, verehrt

Artava: Menstruationsblut

Artavaha srotas: Transportkanäle für Menstruationsexkrete

Artha: wirtschaftlich, Geld, Materielles

Asana: Stellung in einer Hierarchie, Position, Sitz; dritte Stufe des Yoga

Asatmendriyartha samyoga: Unzulässiger Kontakt der Sinne mit einem Objekt

Asatmya: böse, schlecht, unzulässig

Ashvini mudra: Übung des Yoga zur Kontraktion des Schliessmuskels

Astanga Hryda: Alter Ayurvedischer Text, der von Vagabhatta verfasst wurde

Asthi: Knochen, Knochengewebe

Asthidara kala: Spezielle Knochenhaut

Asthi-vaha srotas: Kanäle im Knochengewebe, die Nahrung / Nährstoffe zuführen

Asura: Dämon, böser Geist, Gegenspieler / Komplementärerscheinung zu Gott

Atapa: Hitze, Sonnenlicht

Atiyoga: Exzess, Ausschweifung, Überbeanspruchung

Atma: Seele, Geist, wahres Ich

Aum: Zugang zu Gott, Name Gottes

Avalambaka: eine von fünf Variationen von Kapha, die Hilfe leistet und unterstützend wirkt, hängend oder aufrecht

Avalambaka Kapha: Eine Form von Kapha in der Brust

Avarana: Abdeckung, Oberfläche

Avasthapaka: Hauptphase der Verdauung

Avedhya: Stelle, die weder durchstochen noch akkupunktiert oder punktiert werden sollte

Avidahi: Sodbrennen, in Folge schlechter Verdauung

Avipattikara churna: eine Ayurvedische Medizin, die häufig gegen Übersäuerung eingesetzt wird

Ayurveda: Lehre von Körper, Geist, Sinnen und Seele.

Ayusa: Verbindung aus Seele, Geist, Körper und Sinnen; Leben; Lebensspanne

B

Basti: medizinischer Einlauf, Klistier

Betel: Heilpflanze, wirkt unter anderem verdauungsfördernd; Areca catechu

Bhajani: Eine Mischung aus gerösteten Cerealien

Bhajiyas: Gebratene Speise aus Zwiebeln und anderem Gemüse

Bharta: Brei aus zerstampften Auberginen

Bhasma: Reste nach Einäscherung

Bheda: Teilung, Variation und Unterscheidung

Bhrajaka (Pitta): Eine Form von Pitta, die Farbe oder Erscheinungsbild der Haut bedingt

Bhutagni: Feuer, das andere Elemente verzehrt; steht auch für Enzyme, die Nährstoffe zersetzen

Bhuta-vidya: Lehre der Dämonen und bösen Geister; auch analog zur Mikrobiologie

Bodhaka (Pitta): eine der fünf Variationen von Kapha, die hilft verschiedene Geschmäcker zu kennen und zu unterscheiden

Brahma: Studium der Veden, Studium des Geistes, der Selbsterkenntnis und der Seele.

Brahmacharya: Eine Phase der Ruhe während des Studiums und der inneren Kontemplation

Brahma-muhurta: Zeitliche Periode zwei Stunden vor Sonnenaufgang

Brahmi: Heilkraut, das zur Verbesserung des Gedächtnisses eingesetzt wird; Centella asiatica

Buddhi: Intellekt, Intelligenz.

C

Caksu: Auge

Caraca (Charaka): Historischer Gelehrter des Ayurveda; verfasste "Caraka Samhita"

Caraya: Routine, Übung, Erfahrung

Chandan: Sandelholz; Santalum album

Chapati: eine Form indischen Brotes

Charak: Historischer ayurvedischer Gelehrter, verfasste Text des "Charak Samhita"

Charaka samhita: Eine der ältesten heiligen Schriften des Ayurveda

Churna: Medizinisches Puder

Chyavanprash: Eine Emulsion aus Honig, Amala und 45 anderen Zutaten

Cikitsa: Eine Behandlung oder Therapie zur Wiederherstellung von Balance; Übung medizinischer Lehren

Citraka: Heilkraut; Plumbago zeylanica

Citraka-mula: Die Wurzel von Citraka. Zur Stärkung und Unterstützung des Verdauungssystems.

Citrakadi vati: ein ayurvedisches Heilmittel, das hauptsächlich aus Citraka besteht.

D

Danti mula: Wurzel des Heilkrauts Danti (Baliospermum montanum)

Desa: Region, Land, Gebiet, Reich

Dharana: Konzentration, Fokussierung des Geistes und kontrollierte Atmung

Dhatri: Synonym von Amalaki (Emblica officinalis)

Dhatu: Gewebsbestandteil, der den Körper (Integument) stützt und erhält; einer von sieben Grundbestandteilen des Körpers

Dhatu-agni: Feuer, das die Säfte der Nahrung in Körper umwandelt; analog zu Enzymen, die Nährstoffe in Gewebsbestandteile verstoffwechseln

Dinacharya: Tägliche Übungen, Routine, Erfahrung

Dhyana: Meditation

Dinacharya: Tägliche Übungen

Dosa: eine von drei Stoffwechselfunktionen, die Körper und Geist verbinden; Mangel, der gesundheitlich schädigt (z.B. Nahrungsbestandteil)

Dosa vaishmya: pathologischer Zustand eines Dosas

Drava: Flüssigkeit, flüssig

Dusya: Körperregion, in der die Ursache einer Erkrankung manifestiert ist

E

F

G

Gati: Zustand oder Eigenschaften des Pulses

Ghi (Ghee): Butter, die einem Reinigungsprozess unterzogen wurde

Goksuru: Heilpflanze; Tribulus terrestris

Grahani: Chronischer Durchfall

Guduci: Heilpflanze; Tinospora cordifolia

Guggulu: Harzextrakt einer Heilpflanze (Commifora mucul)

Gulma: Tumor

Guna: Beschaffenheit, Besonderheit, natürliche Eigenschaft; sattva, rajas und tamas gelten als die "Drei Gunas"

Guru: schwer, gewichtig, bedeutend; Lehrer, Respektsperson

H

Halasana: bestimmte Körperhaltung

Haritaki: Heilkraut; Terminalia chebula

Harsani: erfreulich, schön

Hath Yoga: Yoga der körperlichen Übungen

Hima: Erkältung

Hina yoga: mangelhaft, unzureichend

Hrid roga: Herzerkrankung

I

Ida: Form eines Yoga nadi

Indrya: Sitz eines Sinnes, Organ eines Sinnes

Isabgol: Heilkraut, wird als Abführmittel verwendet; Plantago ovata

Isha Diät: Diät des anahata chakra

J

Jala: Wasser, Flüssigkeit

Jala neti: Reinigung der Nase mit Wasser (Yoga) 

Jalauka: Blutegel

Japa: Wiederholung, beten von Mantras

Jathara: Bauch; Bauchnabel; Abdomen

Jatharagni: Feuer, das im Bauch brennt; Gastritis, Verdauungsstörungen; Magenübersäuerungen; Enzumstörungen

Jati: Jasmin

Jiva: Die lebendige Seele; Leben; lebendig

Jivha: Zunge

Jnanendriya: Informationen wahrnehmende Sinne oder Organe

K

Kajala: Schwarzer Farbstoff, der um die Augen aufgetragen wird

Kala: Zeitliche Periode; Zeitabschnitt; Jahreszeit; Saison

Kamya: begehrenswert, liebeswürdig; Handlung der Begierde auf ein Objekt

Kapalabhati: Kriya und Pranayama die das respiratorische System reinigen

Kapha: Schleim, einer der drei wichtigsten biologischen Energieträger des Körpers (Dosa)

Karana: tun, handeln, verursachen, bedingen

Karanja: Heilpflanze; Pongamia pinnata

Karavira: Heilpflanze, Oleander; Nerium indicum

Karmendriya: Organ der Handlung; arbeitender Sinn

Kasaya: stopfender, astringierender Geschmack

Kathina: hart, steif, umbiegsam, grausam

Katu: scharfer, stechender Geschmack

Katuka: Heilpflanze; Picrorhica curroa

Kaumarabhrtya: Zweig des Ayurveda, das sich mit Kindermedizin, -pflege, Pediatrie beschäftigt

Kaya: Körper, Aufenthaltsort, Standort, Punkt

Kay-cikitsa: Behandlung innerer Krankheiten; Innere Medizin

Kedari kulya: Spülung - Kanal - Analogie; Modell des Ayurveda zur Verdeutlichung von Gewebsbildung

Khale kapota: Korn - Taube - Analogie; Modell des Ayurveda zur Verdeutlichung von Gewebsbildung

Khara: Hart, roh, brutal

Khichadi: Speise aus Reis, Mungbohnen und Gewürzen

Kleda: Abfallprodukt, Absonderung

Kledaka: feucht; Schleim im Magen

Kledaka kapha: Eine Form von Kapha, verantwortlich für die Verdauung

Kriya: Übung, um Heilung zu erlangen

Kriyakala: Dauer einer Übung

Ksira Dadhi: Ein Modell des Ayurveda zur Verdeutlichung von Gewebsbildung

Kubera: Gott des Reichtums und Besitzes

Kuhu: Nadi im Yoga

Kundalini: Potentielle Energie die verborgen at der Basis der Wirbelsäule liegt

Kurma: Eine Form von Vata im Yoga

Kuti: Hütte, Häuschen

Kutipravesika: Eintritt in ein Kuti in der Absicht, Heilung, Linderung und Erneuerung zu erlangen

L

Laghu: kurz, klein; Minute

Langhana: fasten; Fastenkur

Lassi: Buttermilch; Getränk aus verrührtem Wasser und Joghurt

Lavana: Salziger Geschmack

Lavana-bhaskara: Ayurvedisches Puder zur Verdauungsförderung

Lohita: Zweite Hautschicht

M

Madhyama marga: Mittlerer Weg; Gewebe

Madakari: Ursache einer Vergiftung

Madanaphala: Heilpflanze, Nuss; Randia spinosa

Madatya: Effekt oder Störung durch eine Vergiftung

Madhura: Süsser Geschmack; schön, angenehm, liebenswert, erfreulich

Madya: Jede Form eines toxischen Getränks oder anderer toxischer Substanzen

Mahabhuta: grosse Elemente; Grösse; die fünf Grundelemente Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde

Mahad tattva: Intellekt; Prinzipien

Mahamarma: Eines von drei Hauptmarmas

Mahendra: Der König Indra, König der Halbgötter

Majja: Knochenmark

Majja-vaha srotas: Transportkanäle des Knochenmarks

Mala: Dreck, Abfall, Schadstoffe; Unverdautes, Fäkalien

Malinikarana: Akt der Verschmutzung, Verfärbung, Verunreinigung

Mamsa: Muskel; Fleisch: auch Fruchtfleisch

Mamsadhatu: Muskelgewebe

Mamsa-vaha srotas: Kanäle des Muskeltransports, der Nährstoffzufuhr für Muskeln

Manas: Geist

Manda: langsam, bedächtig, ruhig; eine Form des Pitt Chakra

Mandagni: Schwächste Phase des verzehrenden Feuers; Ruhephase eines Verdauungsprozesses

Manomaya kosha: Gefäss des Geistes

Mantra: Vedische Zeile; geheiligter, mystischer Vers; Gebet

Manusmriti: Pfad, Kanal, Verbindung

Marga: Kanal, Trakt

Marma: Ein Verbindungspunkt zwischen Bewusstsein und Körper

Matsyendrasana: Yoga Übung, bei der die Wirbelsäule gebeugt wird

Mayurasana: Yoga Übung, bei der ein Pfau imitiert wird

Matasya: Fisch

Meda: Fettgewebe

Medha: Geistige Kraft, mentale Stärke, Intelligenz, Weisheit; geistige Reinheit

Medo-vaha srotas: Kanäle, die Fettgewebe transportieren, bzw. Nährstoffe für das Fettgewebe

Medya: Ursache von Weisheit, mentaler Stärke und Reinheit

Mithya-yoga: Fehlgebrauch, Missbrauch; falsche Anwendung/Übung

Moksana: Loslassen, etwas fliessen lassen; sich entspannen, frei machen

Moong: Eine Form des Pulses

Mung ki daal: eine Art grüner Trockenbohnen, aus denen oft Keimlinge gezogen werden

Mridu: weich, zart, angenehm

Mrudu: weich, zart, angenehm

Mudra: ein Zeichen, Signal, Bild; oft im Yoga oder in anderem religiösem Zusammenhang gebraucht

Muladhara chakra: Erstes Chakra

Mutra: Urin

Mutra-vaha strotas: Transportkanäle des Urins

N

Nadi: Puls; jades tubuläres Organ wie Venen oder Arterien

Nadi pariksha: Pulsmessung, Pulsuntersuchung

Nadi vigyana: Puls Diagnose

Nag: Form des Vata im Yoga

Naimittika: Ursache eines spezifischen Effekts

Nanatmaja: Folge (Krankheit), der ein einziger Faktor (dosa) zugrunde liegt

Nasya: Therapie, die über die Nase erfolgt

Nauli: Übung, bei der wogen eines Bootes auf stürmischer See imitiert wird

Nauli chalana: Therapie, bei der die abdominalen Muskeln vertikal und lateral kontrahiert werden

Neem oder Nim: Baum; Azadirachta indica

Neidan: Daoistische Schule der Inneren Alchemie

Netra: Auge

Nidana: Ursache einer Krankheit und die Untersuchung derselben

Nidana panchaka: Fünf Wege, zu einer Diagnose zu kommen

Nidra: Schlaf

Nija: das innere Ich, das Innere

Nirama: Ohne Ama oder toxische Substanz

Niruha (Basti): Einlauf ohne die Verwendung von Ölen

Niyama: wiederherstellen, regulieren, kontrollieren, prüfen, ausgleichen

O

Ojas: Reinste Ausprägung des Stoffwechsels; Endprodukt einer gesunden Verdauung; Fäkalien

Om: Ursprünglichstes Mantra

P

Pacaka (Pitta): Hilfe beim Kochen, Verdauen, Rösten und Backen

Paisacika: dämonisch, böse, schlecht; zu bösen Geistern gehörend

Pancha: Fünf

Panchakarma: Fünf Arten der Auslöschungsübnungen oder -therapien, um Dosas abzuwerfen

Panir: Eine Art Frischkäse aus gerührter Milch

Papad: Speise aus Trockenlinsen; wird gebraten oder geröstet verzehrt

Para-ojas: Kostbarster oder höchster Lebenssaft, im Herzen befindlich

Pariksa: Untersuchung, Besprechung, Diagnosestellungsgespäch

Parinama: Resultat, Ergebnis, Diagnose; Ergebnis einer Verwandlung

Parpati: Medizin unter anderem aus Schwefel und Quecksilber

Pasava: Tierart aus der Familie der Rinder (Bovidä)

Pascata karma: Nachübungen; Therapiesitzungen, die nach der Hauptbehandlung erfolgen

Paschimotamasama: Übung des Yoga, bei welcher der Kopf auf die Knie gelegt wird

Pavanamuktasana: Übung des Yoga, bei der die Knie an die Brust gezogen werden

Peya: Reisschleim oder Getränke, die mit einer kleinen Menge von gekochtem Reis angerührt werden

Pichila: schleimig, schmierig, rutschig, glitschig

Pingala: Sammelt und leitet die Sonnenenergie; rechter Nasenflügel

Pippali: Pfefferart; Piper longum

Pitta: Feuer; Gallenflüssigkeit; einer der drei wichtigsten biologischen Energieträger des Körpers (Dosha)

Poorvakarma: Vorbereitungen für eine Therapie

Prabhava: Effekt, Auswirkung, Eigenschaft oder spezielle Wirkung einer Heilpflanze

Pradhana: hauptsächlich, wichtig

Pragya aparadh: Geistiger, intellektueller Fehler

Prajna: Weisheit, Bildung, Intelligenz, Wissen

Prajnaparadha: Nichtnutzung des Intellekts, zersetzt die Weisheit

Prakopa: Beeinträchtigung, Schädigung; Verschlechterung

Prakriti: Natur, Verfassung, ursprünglicher Zustand, Ursprünglichkeit

Prana: Der Odem des Lebens; Lebensluft oder Lebenskraft; Energie, Kraft

Prana-vaha srotas: Kanäle zum Transport der Atemluft; Respiratorisches System

Prana-vata: Eine von fünf Varianten von Vata, verantwortlich für die Steuerung der Atemfunktion und der Sinneswahrnehmung

Pranayama: Kontrolle der Atmung, entsprechende Techniken

Prapga: erste Phase der Verdauung

Prapti: sich etwas verschaffen, etwas erlangen

Prasara: Ausweiten, ausbreiten, gross werden

Prashama: Linderung von Dosas

Pratyahara: Blutentnahme; Entnahme Teile fremder Objekte durch die Sinne

Pravesa: Eingang; in etwas hineingehen, betreten

Preta: Geist einer toten Person; wandelnder Geist

Prithvi: Erde, Welt

Puga: Betelnuss, Heilpflanze; Areca catechu

Purisa: Fäkalien, Ausscheidungen, Eiter; Abfall

Purisa-vaha srotas: Transportkanäle der Fäkalien; Exkretorisches System

Purusa: Mensch, Person; Mann

Purva: vorher, zuvor, bevor, vor

Purva-karma: vorhergehende (Be)handlung, Vorbereitung (auf Hauptbehandlung)

Purvarupa: Vorsymptome einer sich abzeichnenden Krankheit

Q

R

Rajas: Leidenschaft; Handlung; Aktion

Rajasic: scharf, spitz, leidenschaftlich, vehement, aktiv

Rakshasa: Dämon, das Böse; Besessener, dämonisch

Rakta: Blut

Raktadhatu: Blut

Rakta-moksana: Aderlass

Rakta-vaha srotas: Transportkanäle des Blutes; Zirkulatorisches System

Ranjaka: Farbe, Färbung; eine von fünf Arten von Pitta; Blutfarbe

Rasa: Saft; Essenz; Flüssigkeit, Extrakt; Geschmack

Rasa-vaha srotas: Transportkanäle des Plasmas und der Lymphe

Rasayana: Substanzen und Dinge wie Kräuter, Nahrung oder Übungen, die den Alterungsprozess verzögern und aktivierend wirken

Rasi: Menge, Anzahl; Mass für die Quanitiät, eine Menge, ein Haufen

Ratricarya: Übungen der Nacht und des Abends; Nachttherapie

Rigveda: Form von Veda

Ritucarya: Saisonale Übungen, Exercitien und Therapien

Roga: Krankheit

Ruksa: trocken, arid, getrocknet; vertrocknet; dünn, ausgemergelt

Rupa: Zeichen, Symptome, Omen, die auf eine Krankheit hinweisen

S

Sabda: Geräusch, Ton, Stimme

Sadavidha: Sechs Formen, Modelle

Sadhaka (Pitta): energetisierend, leistungsfähig, mitreissend, eine von fünf Formen von Pitta

Sakuna: sich auf Vögel beziehend; vogelartig; eine Beziehung zu Vögeln haben; Vogelfänger

Salakya tantra: Lehre, die Sonden oder zylindrische Stäbe für Untersuchungen und Therapien verwendet; wichtige Schwerpunkte sind Hals, Nase, Ohren und Augen.

Salya tantra: Operationslehre; Chirurgie

Sama: ausgeglichen, in Balance befindlich, gleich, eben

Samadhi: Abstakte, von der Erfahrung abgehobene Form der Meditation; intensive Kontemlation über ein bestimmtes Objekt

Samagni: Ausgeglichenheit des Feuers im Bauch; Ausgeglichene Verdauung

Samana (Vata): wie, gleich, vergleichbar, analog; ähnlich; ident; eine von fünf Formen von Vata

Samanya: gleich, ident, ähnlich

Samanyaja: Effekt (Krankheit), der durch viele Faktoren verursacht wurde (zwei oder drei dosas)

Samhita: Methodiologisch strukturierte Sammlung von Versen und Texten

Sammurchana: Fusion von Dosa und Dushya

Samprapi: Pathogenese; das Gesamtbild der Krankheitsentwicklung

Samsarga: duale Beeinträchtigung von Dosa

Samsarjana (karma): Diäten und Übungen, die nach einer Behandlung oder Therapie parktiziert werden, um die Rückkehr in den Alltag zu fördern

Samyaka: richtig, akkurat, korrekt

Samyoga: Kombination, Verbindung, Bindung, Kreuzung

Sancaya: Sammlung, Anhäufung, Ablagerung

Sandra: dick, robust, kompakt, dicht, solide

Sankhapuspi: Heilpflanze, die zur Nervenstärkung, Gemütsstärkung eingesetzt wird; Convolvulus pluricaulis

Sanskrit: rein, echt, wahr, schön, gut; ursprünglich; Sprache, in der die Veden verfasst wurden

Sapta: Sieben

Sapta-dahu: die sieben Grundelemente der Gewebe, des Körpers

Sara: flüssig, fliessend, wandernd, beweglich

Sarira: Körper

Sarpa: Schlange

Sarpagandha: Name einer Heilpflanze, die zur Blutdrucksenkung verwendet wird; Rouwolfia serpentina 

Sarvangasana: Eine Yogaübung

Sastriya: Sich auf die alten Texte (Sastra) beziehend; sastrisch; Teil heiliger Vorschriften

Sattava: Spirituelle Essenz; Beschaffenheit oder Reinheit des Guten

Sattava-vajaya: Therapie, welche die Beschaffenheit des Guten (Sattava) in einer Person positiv beeinflusst

Sattvic: Reinheit; Esprit, Genie, ehrlich, echt, wahr

Savasana: Toter Körper, eine Übung des Yoga

Shakha: die vier Extremitäten

Shakha marga: Externer Krankheitskanal

Shishir: Winter

Shodhana: Entgiftung, Reinigung

Silajita: Schwarze, klebrige, mineralische Substanz, die aus Bergen fliesst; Bitumen; Erdpech, Pech, Erdharz

Sira: jede Form eines tubulären Gefässes, wie Venen, Arterien, Nerven; Schädel, Kopf

Sirodhara: Vorgang, bei dem Öl von einem spezifischen Punkt aus auf die Stirn gegossen wird

Sirsasana: Kopfstand, eine Übung des Yoga

Sita: kalt, gekühlt, kühlt, frigide

Slakshana: sanft, ruhig, weich, zart, zärtlich

Slesaka: anhänglich, verbindlich, verbindend

Snehan: heisser Umschlag

Snehana: schmieren, glitschig; einölen, reiben, salben

Snigdha: klebrig, zähflüssig, viskos; adhäsiv, anhänglich, anschmiegsam

Sodhana: reinigend, veredelnd, die Reinheit erhöhend

Soma: Glück, Vergnügen; Grundlage der Arbeit hinter Geist und Sinnen

Sparsa: Berührung, Tastsinn

Sringa: Horn

Srotas: Kanäle, Röhren; tubuläre Strukturen zum Transport

Sroto-dusti: Verunreinigung der Srotas, der Kanäle

Srvanam: Akt des Hörens, Wissen erlangen, indem man hört; Transport; lernen

Sthana samsraya: Punkt oder Zentrum einer Region, Verlagerung der Dosas

Sthana saushraya: Lokalisierung; Stadium einer Krankheit

Sthira: hart, fest, solide, kompakt, stark, unverrückbar

Sthula: gross, dick, massiv

Sukra: Reproduktives Gewebe

Sukradhara kala: Spezielle Membran des reproduktiven Gewebes

Sukra-vaha srotas: Transportkanäle für reproduktive Gewebe oder Flüssigkeiten

Suksma: kurz, schnell, subtil, klein, nebensächlich

Surya namaskara: Sonnengruss, eine Gruppe von Übungen des Yoga

Susruta: Autor von "Susruta Samhita"; Historischer Chirurg, dessen Erkenntnisse teilweise auch in die moderne Chirurgie Eingang fanden

Susruta Samhita: ein Ayurvedischer Text, der sich vor allem mit chirurgischen Techniken und Behandlungen befasst

Svabhavika: zur eigenen Natur gehörig; aus dem Naturzustand wachsend; natürlich

Sveda: Schweiss, schwitzen; wärmen

Sveda-vaha srotas: Transportkanäle des Schweisses; Schweissdrüsen

T

Takra: Buttermilch; Milchgetränk aus verrührtem Joghurt und Wasser

Tamaka svasa: eine Form von Asthma

Tamas: Ignoranz, Unwissenheit, Illusion, Unkenntnis; geistige Dunkelheit

Tamasisch: dumm, faul, unwissend, dunkel

Tanmatra: nicht manifestierte Form der fünf Elemente; Ursprung oder Vorform eines Elements

Tapas: Selbstdisziplin

Tarpaka: Befriedigend, erfüllend, ausfüllend; Form von Kapha, die Hirn und Nerven füllt

Tejas: Feuer, Licht, Klarheit der Augen, glühen, scheinen, strahlen; höchster Teil einer Flamme

Tiksagni: Starkes Feuer des Bauches, der Verdauung; erhöhte Aktivität des Verdauungsfeuers

Tiksna: scharf, heiss, wild, stechend

Tikta: bitterer Geschmack

Trataka: ständiges Starren

Tri: drei

Tridosa: die drei Dosas

Tridoshisch: sich auf die drei Dosas beziehend

Triguna: die drei Ausprägungen der Natur

Triphala: Ein ayurvedisches Rezept, das gleiche Anteile von Früchten dreier bestimmter Kräuter verwendet

Trivrita: Heilpflanze, die zur Reinigung eingesetzt wird; Operculina turpethum

Tulasi: Heilpflanze, Basilikum; Ocimum sanctum

U

Udaka-vaha srotas: Transportkanäle von Wasser und Wasserlösungen

Udana (vata): eine von fünf Formen von Vata, nach cranial, kopfwärts verlaufend

Udara: Abdomen

Undhiya: Speise aus gemischtem Gemüse

Upa-dhatu: kein Hauptgewebe, sekundäres Gewebe zur Unterstützung des primären; Abkömmling

Upadrava: Komplikation

Upashama: Sumptome, die nach der Behandlung nachlassen

Upasaya: Linderung einer Krankheit durch Medikamente, Hausmittel und Diäten

Upastambha: tragende Säule, Stütze

Upyoga-samstha: Lehre, Erklärung, Anweisung

Upyokta: Anwendende Person

Usna: heiss, warm, leidenschaftlich, scharf

Uttanapadasana: eine Übung des Yoga (Asana)

V

Vagabhatta: Historischer Gelehrter des Ayurveda, Verfasser von "Astanga Sangraha" und "Astanga Hryda"

Vaidya: Ayurvedischer Gelehrter; Heilpraktiker; Arzt

Vajikarana: Lehre der Aphrodisiaka; Förderung der Virilität

Vamana: Sich übergeben; auch unter Einfluss von Brechmitteln

Vanaspatya: Baum, Strauch oder Kraut

Varsha: Monsun

Varuna: Gott des Wassers, des Meeres und der Flüsse

Vasa: Frühling

Vata: Wind oder Luft als eine der fünf biologischen Hauptenergien des Körpers

Vata-tapika: Luft und Hitze oder Sonne ausgesetzt sein; in der Natur sein

Vata-vyadhi: Krankheiten aufgrund einer Erschwerung von Vatas

Vataj: Vataisch, sich auf die Vata beziehend

Vayu: Wind oder Luft als eines der fünf Elemente

Veda: Altes Buch der Weisheit; geheiligtes Wissen

Vibhitaka: Heilpflanze; Terminalia bellirica

Vidahi: Hitze, Brand; Entzündung; Ansäuerung, Verätzung

Vijnyana: Intelligenz

Vikrti: Übelkeit, Veränderung, Wechsel; Unausgeglichenheit, Erregung, aufgewühlt sein

Vipaka: reif; anverdauter Speisebrei (Chymus)

Virecana: Reinheit

Virya: Potenz, Macht, Kraft, Stärke; Sperma; Vitalität

Visada: klar, rein, makellos, strahlend

Visesa: anders, gegenteilig, entgegengesetzt; ungleich

Vismagni: Gestörtes Feuer des Bauches; gestörte Verdauung

Visravana: etwas fliessen lassen, etwas wachsen lassen

Vyakta: äusserlich erkennbar; äusseres Merkmal

Vyana (vata): eine von fünf Formen des Vata, zirkuliert im gesamten Körper

W

X

Y

Yama: Regeln, Anleitungen, Instruktionen

Yamya: Führungskraft; Führungspersönlichkeit; Dominanz

Yakrit: Leber

Yashasvati: Form des Nadi im Yoga

Yastimadhu: Heilpflanze; Glycyrrhiza glabra

Yoga: etwas verbinden, verknüpfen; anhängen, teilhaben, beitreten; Psychophysische Lehre oder Anleitung zur Selbstfindung und zur Verbindung der Seele mit der Überseele. Yoga als Lehre ist in mehrere Schulen gespalten

Z

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