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Grundlagen des Ayurveda
ABSTRACT
Die komplexe Philosophie des Ayurveda wird im Westen häufig nur als
Randnotiz erwähnt und tatsächlich sind viele Details der Grundlagen für eine
erfolgreiche Anwendung von Heilkonzepten nicht notwendig. Um ein tieferes
Verständis für die ayurvedischen Lehren zu entwickeln, ist die
Auseinandersetzung mit dem philosophischen Hintergrund jedoch unumgänglich.
Ayurveda beschreibt den menschlichen Organismus als ein dynamisches System, das
unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt ist. Dabei werden Körper, Geist und
Seele als Einheit betrachtet. Die physischen Energien werden in die drei Doshas
(Vata, Pitta und Kapha) unterteilt, die geistigen in die drei Gunas (Satwa,
Rajas und Tamas). Ziel einer ayurvedischen Lebensweise ist es, alle Einflüsse
in Balance zu halten und den Idealzustand des Prakriti anzustreben.
Essentiell für ayurvedische Therapien ist die Bestimmung des
Konstitutionstypen,
also die Zuordnung eines Menschen zu einem oder mehreren der drei Doshas.
Gemäss dem Typen des Patienten werden Pulsdiagnose, Diäten, Einläufe,
Kräutertherapien, Öl-, Aroma- und Musiktherapien und Lebensrhythmus
bestimmt.
Weitere Aspekte des Ayurveda erstrecken sich auf alle Bereiche des Lebens,
werden auf dieser Stelle aber nicht detailiert behandlt.
VOLLTEXT
Philosophie einer Heilkunde
Aus dem "Tanz der Entstehung" zwischen geistiger Existenz und physischer Manifestation erwächst ein kosmisches
Bewusstsein, ein "Ich-sein", eine bewusste Individualität: das
Ahamkara.
Ahamakara ist ein Wort in Sankrit, das nicht exakt übersetzt wird. Es beschreibt ein Konzept des
Ayurveda, das am ehesten ein "Ego" oder ein "wahres Ich" verdeutlicht. Es stellt jedoch auch einen Urinstinkt
dar, der dem Individuum sagt, welche Teile des Kosmos zu ihm gehören. Alle Aspekte der Schöpfung haben
Ahamkara, es ist daher nicht mit einer Seele im westlichen Sinne vergleichbar.
Aus Ahamkara leitet sich eine duale, zweiseitige Schöpfung ab.
Erstens Satwa, die subjektive Welt, die sich im Materiellen findet. Satwa bezieht den Geisteskörper
ein, den Umfang der fünf Sinnesorgane um zu hören, fühlen, sehen, schmecken und zu
riechen, aber auch den der fünf analogen Handlungsorgane um zu sprechen,
greifen, sich zu bewegen, zu zeugen und auszuscheiden. Geist und Geisteskörper bilden die Brücke zwischen der Welt des Körperlichen, dem Ahamkara und dem
Intellekt.
Diese drei Faktoren bilden die Urform des Menschen.
Zweitens Tamas, die objektive Welt der fünf Elemente des Tons, der Berührung, des
Sehens, des Geschmacks und des Geruchs. Sie sind Ausdruck der fünf Urelemente des Raumes oder Äthers,
Luft, Feuer, Wasser und Erde, aus ihnen erwächst die physische Welt.
Und es ist Rajas, die Kraft der Bewegung, die diese beiden Teile zusammenfügt.
Die Philosphie des Ayurveda ist nach Sankaya begründet in den Urelementen, die unabhängig von Raum und Zeit
bestehen.
Die elementaren Kräfte wirken auf alles, was ist. Dennoch trennten sich Philosphie und Anwendung des Ayurveda teilweise schon in vorbuddhistischer
Zeit. Ein tiefes Verständnis der philosphischen Grundlagen ist nicht Voraussetzung für die Anwendung der Gesundheitslehre des
Ayurveda, hilfreich für das Verständnis, insbesondere für die Entwicklung der gesamten
Lehre, ist es dennoch. Denn Ayurveda ist nicht bloss eine Art Anleitung zu einem gesunden
Leben. Es ist vielmehr eine Anleitung, wie man das Leben selbst mit all seinen Facetten auffassen und erarbeiten
soll.
Aus den Grundlagen der Philosophie leiten sich die Säulen des Lebens ab.
Jene Lehre, die besagt, dass ein Zusammenspiel besteht zwischen Atma (Seele), Mana
(Geist), Indriya (Sinne) und Sharira (Körper). Diese führt uns zurück zu den fünf
Urelementen, die eine Art Naturfassung bedingen. Diese Naturfassung ist jener
Bereich, in dem sich ein System am wohlsten fühlt, der Zustand, der angestrebt
wird.
Ein Modell zur Erklärung
Stellen Sie sich einen Eisenring vor, in dessen Zentrum eine runde Platte mit drei Federn befestigt ist - so, dass die Platte in jede Richtung fixiert
wird. Stecken Sie Energie in das System, indem Sie die Platte nach links
schieben, so wird sie wieder in ihre Ausgangsposition zurückgezogen, sobald Sie wieder
loslassen: die Federn zentrieren sie im Zentrum des Ringes, das System ist
flexibel. Ziehen Sie die Platte mit Gewalt an den äussersten Rand des
Ringes, so werden eine oder zwei der Federn überdehnt, das System ist zerstört, die Platte wird nicht mehr ins Zentrum
gezogen.
Die ayurvedische Heilkunde gibt eine Anleitung, wie eine Überdehnung vermieden werden kann. Der Bereich, in dem sich die Platte bewegen kann, ohne die Federn zu überdehnen, wird in der Chaosforschung Attraktor genannt, das Zentrum ist das Ideal, das angestrebt wird. Im Ayurveda heisst dieses Ideal Prakriti.
Die drei Federn unseres Modells entsprechen den drei physischen Energien Vata, Pitta und Kapha; beziehungsweise den drei geistigen Energien Satwa, Rajas und Tamas.
Ayurveda gibt uns eine Anleitung, die jeweiligen drei Kräfte in Balance zu halten, den Menschen (die Platte) nicht zu weit vom Zentrum zu entfernen.
Entsprechend der Philosophie des Ayurveda begehren geistige Eigenschaften sich zu manifestieren. Sie nutzen subjektives Bewusstsein (Satwa), um dies in Gestalt von Sinnesorganen und eines Geistes zu bewerkstelligen. Diese Eigenschaften und der Geist projizieren sich dann ich einen Körper, der aus den fünf (Pancha) grossen (maha) Urelementen (bhutas) besteht: aus den Panchamahabhutas. Diese erwachsen aus Tamas (Masse, Trägheit).
Die Sinnesorgane nutzen schliesslich die Kraft der Bewegung, Rajas, um eine Interaktion des Individuums mit der Umwelt zu ermöglichen. Der Körper wird zum Gefäss des Geistes.
Rajas (Aktivität), Tamas (Masse) und Satwa (die Verbindung beider) werden als die drei Gunas bezeichnet. Sie bedingen unsere psychische und geistige Verfassung. Die Urelemente, die Bhutas, vereinigen sich in die sogenannten Tridoshas (Vata, Pitta, Kapha), die biologischen Kräfte. Sie bedingen unsere körperliche Verfassung. Auf diese Urkräfte werden wir noch einmal zurück kommen.
Ayurveda sieht die fünf Urelemente, die Panchamahabhutas, als Basis allen Seins: Akash (Raum), Vayu (Luft), Jal (Wasser), Agni (Feuer) und Prithvi (Erde).
Diese Elemente sind in allen Dingen manifestiert, jedoch nicht immer alle zugleich. Ausserdem wird das Verhältnis nicht als konstant gesehen, die Elemente stehen zueinander vielmehr in einem fliessenden Gleichgewicht. Erst durch diesen dynamischen Fluss wird Veränderung möglich.
Auch allen Vorgängen des Körpers werden Elemente zugeordnet. Beispiele dafür sind der Nahrungsstoffwechsel und Feuer, Atmung und Luft, Wasser und das Kreislaufsystem, Erde und das Skelett, Raum und Muskulatur sowie Bewegungsstrukturen.
Diese Zuordnung und die Dynamik des Zusammenspiels stellen eine wichtige Grundlage für Ayurvedische Lehren dar.
Die Tridoshas sind die drei elementarsten Kräfte, die unsere physische Erscheinung prägen. Abgeleitet von den Panchamahabhutas, stellt jedes der drei Doshas eine Kombination aus zwei von fünf Urelementen dar, wobei eines jedoch stets dominant ist.
Von der Natur der Doshas
Die Doshas können nicht mit den Sinnen wahrgenommen, indirekt durch ihre Wirkungen jedoch durchaus beschrieben werden. Die Sanskritnamen der Doshas sind Vata, Pitta und Kapha, sie sind verantwortlich für alle physiologischen und psychologischen Vorgänge in unserem Körper.
Auch Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Krankheiten werden mit dem Modell der Tridoshas erklärt.
Jedes Dosha teilt eine Eigenschaft mit einem anderen, wobei das dritte dazu stets die gegenteilige Eigenschaft aufweist. Jedes Dosha verfügt zudem über die Fähigkeit, sich bis zu einem gewissen Maße selbst zu regulieren. Dies wird aus den gegensätzlichen Eigenschaften jener Urelemente abgeleitet, welche die Doshas bilden.
Wenn die Doshas in Balance sind, so ist der betreffende Mensch gesund. Geraten sie aus dem Gleichgewicht, so erkrankt der Mensch. Das jeweils dominierende Dosha wird zugleich als jenes angesehen, das am ehesten Ungleichgewichte auslösen kann. Daraus werden individuell Risikobereiche für ein Persönlichkeitsprofil abgeleitet.
Die Tridoshas sind Kräfte und nicht Substanzen, als die sie häufig gemäss einer wörtlichen Übersetzung gesehen werden. Kapha ist nicht Schleim - es ist die Kraft, die den Schleim entstehen lässt.
Aus dem Namen Doshas, "aus dem Gleichgewicht", lässt sich ablesen, dass ihre physischen Entsprechungen auf krankeitsverursachende Faktoren hinweisen.
Der Einfluss der Doshas auf den Organismus ist dynamisch und wechselhaft. Jahreszeiten, Lebensgewohnheiten, traumatische Erlebnisse - all dies schlägt sich unmittelbar auf die Wirkung der Doshas nieder.
Ayurveda beschreibt nur drei Formen eines Menschen, die von den Doshas abgeleitet werden: Der Monotyp, in dem ein Dosha dominiert; der Duotyp, in dem zwei Doshas nahezu gleich viel Einfluss aufweisen; und der seltene Trityp, in dem alle Doshas gleich stark sind. Innerhalb des Monotyps werden noch zahlreiche Subtypen unterschieden.
Analog zu den Doshas als die drei Kräfte des Körpers sind die drei Gunas - Satwa, Rajas und Tamas - die Kräfte des Geistes. Sie sind die Basis eines Charakters, von dem ein Prakriti, ein Idealzustand, im Ayurveda modellhaft entworfen ist. Der Charakter wird als genetisch determiniert angesehen, in Entwicklung und Alltagsverfassung jedoch von den drei Gunas massgeblich geprägt.
Auch die Gunas stehen zueinander in einem dynamischen Gleichgewicht, und auch hier wird ein dominierendes Guna als verantwortlich für die individuelle Manasa Prakriti, für den natürlichen Charakterzustand, angesehen. Sind die drei Gunas in Balance, so ist der Mensch gesund, verlieren sie das Gleichgewicht, so tritt eine geistige oder psychische Krankheit auf. Diese kann wiederum auf die Doshas, also auf den Körper einwirken.
Satwa wird als Licht, Bewusstsein, Klarheit, Reinheit und Freiheit beschrieben, es kann in keiner Weise beeinträchtigt werden.
Es aktiviert die Sinne und ist verantwortlich für das Erlangen von Kenntnis und Weisheit. Rajas ist das aktivste der Gunas, es bedingt Bewegung und Stimulation. Tamas steht für Trägheit, Widerstand und Passivität. Es stört die Vorgänge des Geistes und ist verantwortlich für falsches Wissen, Faulheit und Schlaf.
Rajas und Tamas koennen durch negative Sehnsüchte aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Dazu zählt im Ayurveda Kama (Lust), Irshya (Bosheit), Moha (Wahn und Visionen), Lobha (Gier), Chinta (Angst), Bhaya (Furcht) und Krodha
(Zorn).
Basis der Gesundheit
Aus dem Zusammenspiel von Doshas und Gunas wird eine Klassifizierung des Menschen, also seines Geistes und seines Körpers, vorgenommen und einem Charaktersubtypus zugewiesen. Diese Charakterisierung ist wichtig für eine eventuell erfolgende Therapie.
Von den physiologischen Vorgängen des Körpers wird Agni, das Feuer, als einer der wichtigsten angesehen.
Agni ist verantwortlich für Verdauung, enzymatische Zersetzung, das Immunsystem, für die Erfassung von Sinneseindrücken und emotionale Empfindungen.
Agni und Pitta sind stark miteinander verknüpft. Beide sind assoziiert mit Hitze und Licht, Agni ist zudem trocken und auch im Detail aktiv. Agni gilt als das Feuer der Verdauung, Pitta als sein Behältnis. In allen Geweben, in jeder Zelle findet sich Agni, nahe verwandt mit dem dynamischen Vata.
Ein ausbalanciertes Agni wird als eine Grundvoraussetzung für Gesundheit und Vitalität gesehen. Störungen des Gleichgewichts von Agni sieht Ayurveda als eine der Hauptursachen für Krankheiten an.
Ayurveda definiert 13 Subtypen von Agni in Körper und Geist. Am wichtigsten dabei ist Jatharagni, das Feuer des Bauches, das Feuer der Verdauung. Wenn das Verdauungsfeuer gestört ist, so beeinflusst dies das Wohlbefinden des gesamten Organismus. Eine Reihe von Behandlungsformen des Ayurveda, wie Diäten, Einläufe, Kräutertherapien oder Fastenkuren beschäftigen sich mit Agni.
Es stellt somit eine der wichtigsten Säulen des Ayurveda dar.
Auch aus der Lehre der sieben (Sapta) Gewebstypen (Dhatus) werden zahlreiche Elemente des Ayurveda abgeleitet. Rasa Dhatu wird aus verdauter, flüssiger Nahrung abgeleitet, es nährt alle anderen Gewebe des Körpers und wird analog zu Plasma gesehen. Rakta Dhatu gilt als eine Basis des Lebens und analog zu den zirkulierenden Blutzellen. Zudem färbt es den Körper und transportiert die physische Stärke.
Masma Dhatu stellt das Muskelgewebe dar, es repräsentiert Stärke und wirkt hilfreich für das Meda Dhatu, das Fettgewebe. Dieses ölt den Körper und wirkt wiederum hilfreich für das Ashti Dhatu, das stützende Gewebe wie Knochen und Knorpel. Eine Hauptfunktion ist jedoch die Unterstützung von Majja Dhatu, dem roten und gelben Knochenmark, das ebenfalls den Körper ölt und Knorpel und Knochen nachfüllt.
Das Shukra Dhatu ist das reproduktive Gewebe, das unterstützt von Ashti Dhatu den Körper erneuert und stärkt. Alle sieben Gewebe werden durch entsprechende Kanäle (Srotas) mit Nährstoffen versorgt und von Zersetzungsprodukten befreit.
Die verschiedenen Abbau- und Zersetzungsprodukte des Körpers bezeichnet das Ayurveda als Malas. Sie entstehen in den Dhatus in Folge der
Stoffwechselaktivität. Als die drei Primärmalas werden Purisa (Kot), Mutra (Harn) und Sweda (Schweiss) genannt.
Gleichgewicht und Harmonie
Die Doshas, Malas und Dhatus müssen zueinander im Gleichgewicht stehen, andernfalls begünstigen sie die Entstehung von Krankheiten. Das Erscheinungsbild der Malas ist demgemäss sehr bedeutend für Ayurvedische Therapieansätze.
Purisa wird in Verbindung gebracht mit Abdominalschmerzen, Blähungen, Durchfällen oder Verstopfung, aber auch mit Rheumaerkrankungen, Asthma, Bronchitis, Magengeschwüren und Darmreizungen. Mutra mit allen Erkrankungen von Nieren, Uterus, Blase und Harnleiter, verstärktem oder verringertem Harndrang, Abdominalschmerzen und Entzündungen des Genitalbereichs. Sweda gilt als Produkt des Fettgewebes (Meda Dhatu) und als Einflussfaktor für Elektrolyt-, Wasser- und Temperaturhaushalt und allen damit verbundenen Krankheiten und Störungen.
Wie alle Körperflüssigkeiten werden auch die Malas durch Kanäle, sogenannte Srota, transportiert.
Die Tridoshas steuern wie alle Vorgänge des Körpers auch den Stoffwechsel. Pitta und Kapha fördern die Verdauung, Vata steuert den Transport, also die Peristaltik. Viele Stoffwechselstörungen werden im Ayurveda mit anderen Krankheiten in Verbindung gebracht.
Ayurveda sieht den Körper also einem dynamischen Gleichgewicht zahlreicher Faktoren ausgesetzt. Ebenso zahlreich und vielfältig sind die Therapieansaetze dieser Lehre.
Die vier Säulen des Mahirishi Ayurveda
Mahirishi Yogi formulierte neben den primär therapeutischen Ansätzen des
Ayurveda, die Diäten, Tees/Gewürze/Kräuterlehre, Entschlackungskuren,
Aromatherapie, Musiktherapie, Pulsdiagnose/therapie und Mahirishi
Vibrationstechniken umfasst, noch drei weitere Teilbereiche der ayurvedischen
Lehre: Yoga mit transzentendaler Meditation, Ayurveda Astrologie und
ayurvedische Architektur.
Gemeinsam werden diese vier Aspekte des Ayurveda als
die "Vier Säulen des Mahirishi Ayurveda" bezeichnet. Die letzten drei
beziehen sich jedoch nicht unmittelbar auf medizinisch relevante Lebensbereiche
und sind nur schwer ins westliche Medizinverständnis einzugliedern. Sie werden
daher auf ethnomedico nicht weiter behandelt.
Die Konstitutionstypen
Essentiell für die Wahl von Therapie und Pflege ist im Ayurveda die Zuordnung
eines Menschen zu einem der Tridoshas. Dieses dominierende Dosha bestimmt den
Konstitutionstypen und ist leicht auszutesten. Die folgende Tabelle wurde uns
von der Österreichischen Gesellschaft für Ayurvedische Medizin zur Verfügung
gestellt:
|
So ermitteln Sie das vorherrschende Dosha
Kreuzen Sie die zutreffenden Charakteristika an.
Jene Spalte mit den meisten Kreuzen entspricht dem bei Ihnen
vorherrschenden Dosha
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| |
VATA
|
PITTA
|
KAPHA
|
| Haartyp |
O trocken, fein, zart |
O dünn, rötlich, schnelles Ergrauen |
O kräftig, fettig |
| Haut |
O trocken, rauh |
O sanft, rötlich |
O fettig, feucht |
| Geistige Aktivität |
O wacher, ruheloser Geist, einfallsreich |
O scharfer Intellekt, tüchtig, Perfektionist |
O gelassen, ruhig, stabil |
| Gedächtnis |
O schnelles Lernen und Vergessen |
O generell gutes Gedächtnis |
O gutes Langzeitgedächtnis |
| Wetter |
O Abneigung gegen kaltes Wetter |
O Abneigung gegen heisses Wetter |
O Abneigung gegen feucht-kühles Wetter |
| Schlaf |
O leichter, unterbrochener Schlaf |
O erholsamer Schlaf |
O erholsamer, langer und tiefer Schlaf |
| Reaktion bei Stress |
O erregt sich schnell, gequält, ängstlich |
O schnell verärgert, kritisch, gereizt |
O nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen |
| Körperbau |
O leicht |
O mittelschwer |
O schwer |
| Hunger |
O unregelmässig |
O regelmässig hungrig |
O kann leicht Mahlzeiten ausfallen lassen |
| Bewegungen |
O schnell |
O exakt bestimmt |
O langsam und gleichmässig |
| Stimmungen |
O wechseln schnell |
O wechseln mittelschnell, intensiv |
O stabil |
| Gesamtpunkte |
|
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Ayurveda im Alltag
Ayurveda ist heute in Indien und Sri Lanka ein fester Bestandteil der Schulmedizin. Eine Adaption ayurvedischer Konzepte für westliche Medizin sollte sorgfältig durchgeführt werden und nur unter dem kritischen Auge der Wissenschaft erfolgen.
Jahrhunderte des Aberglaubens und der Quacksalberei sowie der gegenwärtige Boom der Esotherik führten zu einer Verwässerung der eigentlich fachlich und wissenschaftlich praktikablen Lehre. Als Ergänzung und Erweiterung der westlichen Schulmedizin kann Ayurveda wohl einen wertvollen Beitrag zu Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude
beitragen.
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